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Der einfache Weg zur Digitalisierung

Mit Kuscheltieren und Kamera tauchen die Kinder in die Welt der Fotografie ein

Fotografie ist die Kunst, Licht mit einer Kamera einzufangen, um ein Bild zu erzeugen. Übersetzt aus dem Griechischen heißt sie soviel wie „zeichnen mit Licht“.

Den Kindern mag dies auf den ersten Blick nichts sagen. Wenn sie aber beim Fotoprojekt, das im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ in der Kita St. Michael durchgeführt wird, selbst durch den Sucher einer Kamera schauen, den Auslöser drücken und sehen, was sie aufgenommen haben, dann verstehen sie auch, dass sie etwas auf andere, digitalere Weise gezeichnet haben.

„Wir beschäftigen uns seit geraumer Zeit mit der Digitalisierung im Kindergarten“, sagt Leiterin Manuela Loddewig. „Wir haben Laptops bekommen, die wir in unsere Arbeit einbinden wollen. Allerdings stellte sich anfänglich die Frage, wie wir das bei den Kindern umsetzen.“

Vor längerer Zeit haben wir ein Projekt mit Kuscheltieren gemacht. „Die Kinder konnten das Kuscheltier mit in den Urlaub mitnehmen. Das kam bei Groß und Klein gut an. Wir haben beschlossen, dass wir jetzt daran anschließen und den Kindern abwechselnd das Kuscheltier der Gruppe und den digitalen Fotoapparat über das Wochenende mit nach Hause geben.“ Die Aufgabe der Kinder sei es dabei, mal einen Alltag aus ihrer Sicht, gemeinsam mit dem Kuscheltier, per Foto zu dokumentieren.

Montags bringen sie den Rucksack samt Kuscheltier und Fotoapparat wieder mit in die Kita. „Dann ziehen wir uns über die Speicherkarte die Bilder aufs Laptop, setzen uns in unseren Morgenkreis zusammen und schauen uns gemeinsam die Fotos an“, erklärt Loddewíg.

Die Fotos schauen wir gemeinsam an

„Interessant ist dann auch, dass die Kinder etwas zu ihren Bildern erzählen. Somit werden sie zusätzlich angeregt, die Sprache einzusetzen, ihre Ideen und Phantasien mitzuteilen.“

Die besten Fotos der Kinder würden anschließend ihrer Portfolio-Mappe hinzugefügt, die die Jungen und Mädchen zum Abschluss ihrer Kindergartenzeit erhalten. „Die Kinder lernen aus unserer Sicht bei diesem Projekt nicht nur die Kamera und ihre Funktionen kennen, sondern entdecken dabei auch spielerisch ihr gestalterisches Potenzial.“ Außerdem würden Sprachkompetenz, Kreativität und die (Selbst-)Wahrnehmung gefördert. „Zudem kommen sie auf einfachste Weise mit den Bausteinen der Digitalisierung in Kontakt und lernen viel für den Alltag.“

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