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Auch Kinder können ausgelassen feiern

Am Rosenmontag wird sich verkleidet und gemeinsam getanzt.
Ab Mittwoch beginnt die Fastenzeit

Es ist die Zeit, bevor die 40-tägige Fastenzeit beginnt. Eine Zeit, in der ausgelassen gefeiert wird. Bis zum Aschermittwoch, jenem Tag, der den Auftakt der Vorbereitungen auf das Osterfest darstellt. Die Zeit davor wird genossen, u.a. mit dem Karneval. Umzüge, Masken, Musik, Verkleiden – das alles prägt diese Zeit, die im Volksmund gern auch fünfte Jahreszeit genannt wird.

Natürlich geht der Karneval auch an Kindertagesstätten nicht vorbei. Kein Wunder, denn Kinder lieben es, sich zu verkleiden, etwas anderes darstellen zu können. Oft das, was sie gern wären. Ein Cowboy, ein Pirat, eine Prinzessin. Und diesen Spaß wollen auch die Erzieherinnen der Kita St. Paulus ihren Kids nicht nehmen. Inzwischen laufen die Planungen für den Karneval 2021, der unter dem Motto „Unterwasserwelt“ steht, schon auf Hochtouren, wie Magdalena Maciej, die stellvertretende Leiterin der Einrichtung betont. „Wir möchten die Hallen und Gruppen wieder gemeinsam mit den Kindern schmücken, hängen Girlanden und Luftschlagen auf.“

Und klar: die Jungen und Mädchen überlegen immer früh, als was sie sich verkleiden wollen. „Natürlich gibt es auch Kinder, die das nicht wollen. Aus diesem Grund wird sich auch eine unserer Erzieherinnen nicht verkleiden.“

Eltern bestückten immer das Buffet

Am Rosenmontag (in diesem Jahr am 15. Februar) kamen die Kids in den vergangenen Jahren immer verkleidet in die Kita. Die Eltern trugen Zutaten für das Buffet bei. „Das haben wir mit ihnen vorher immer abgesprochen, damit alles sehr ausgewogen ist“, so Maciej. „Die Kita stellt dann immer das Brot.“ Beim Eintreffen um 7.30 Uhr begaben sich die Kinder nicht wie gewohnt in ihre Gruppen, sondern blieben bei Karnevalsmusik in der Halle. Dort wurde dann gemeinsam getanzt. „Man glaubt nicht, wieviel Spaß sie daran haben. Besonders beliebt bei ihnen sind die Polonaisen“, weiß Magdalena Maciej zu berichten. „Und in ihren Verkleidungen gehen sie dabei richtig auf.“

Gegen 9.15 Uhr gingen die Kids in ihre Gruppen, ließen sich das Frühstücksbuffet schmecken. Nach ein paar weiteren Tänzen in der Halle wurden in den Gruppen Stuhlkreise gebildet und ein paar Karnevalsspielchen durchgeführt, wie Topfschlagen oder Blinde Kuh.

Auch vor dem Rosenmontag wurde die Verkleidung bereits getragen. „Die Kinder kamen schon am Donnerstag und Freitag kostümiert. Allerdings gab es da noch kein Karnevalsprogramm.“

Am Aschermittwoch wurden die Kleinen dann auf die Fastenzeit vorbereitet. „Wir versuchen das, in dem wir die Dekoration am Dienstag abbauen. Ein paar der Girlanden heben wir allerdings auf. Die werden gemeinsam mit einem vertrockneten Buchsbaum am Aschermittwoch verbrannt“, erklärt die stellvertretender Kita-Leiterin das weitere Vorgehen. „Am Mittwoch erzählen wir Geschichten aus der Bibel mit Blick auf die Vorosterzeit. Zudem basteln wir mit den Kindern einen Fastenkalender mit kleinen Türchen, der bis Ostern gilt. Darin stehen dann Aufgaben wie „Wir wollen uns nicht streiten“, „Wir wollen bis Ostern nicht so viel Süßes essen“ oder „Ich möchte andere Kinder kennenlernen“. Zudem versuchen wir das Thema Osterzeit kindlich zu vermitteln.“

Asche wird auf ein Kreuz geklebt

Der Pastor der Domgemeinde hielt eine kleine Andacht und entzündete den Buchsbaum und die Girlanden in einer Feuerschale. Danach begaben sich alle in die Halle der Kita und klebten die Asche auf ein Kreuz, verbunden mit der Erklärung, dass nun die Fastenzeit beginnen würde. Mit der Asche zeichnete der Pastor zudem auf der Stirn jedes Kindes ein Kreuz und segnete es mit den Worten „Gott hat dich lieb“.

In welchem Rahmen Karneval diesmal möglich ist, wird sich zeigen. Ausfallen wird er aber nicht. Maciej: „Die Kinder freuen sich schon darauf, wollen unbedingt ihren Spaß haben.“

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